Bienenprodukte
Honig
ist laut deutscher Verordnung vom 21.03.1930 <der süße Stoff, den die Bienen erzeugen,
indem sie Nektarinensäfte oder auch andere, an lebenden Pflanzenteilen sich vorfindende
süße Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern,
in Waben aufspeichern und dort reifen lassen>. Das Bundesministerium für Verbraucher-
schutz, Ernährung und Landwirtschaft erläßt die neueste Honigverordnung am 16.01.2004.
Mit dieser Verordnung wird die Richtlinie 2001/110/EG des Rates vom 20.12.2001 über
Honig (ABI. EG 2002 Nr. L 10 S. 47) in deutsches Recht umgesetzt.
Honig enthält 16-22 % Wasser*, 70-80 % Kohlenhydrate, davon 34-41 % Fructose,
28-35 % Glucose, 5-10 % Saccharose, 4-15 % Maltose, 7-16 % freie Aminosäuren.
Honig enthält viele Stoffe, die für den menschlichen Körper von Bedeutung sind und
gesundheitlich von Nutzen sein können.* DIB-Grenzwert 18.0 %
Inhaltsstoffe des Honigs
Pollen
Blütenstaub, der sich aus der Gesamtheit der Pollenkörner von Blütenpflanzen zusammensetzt.
Pollen ist ein Hauptbestandteil der Nahrung der jungen Bienenbrut.
Im Pollen sind etwa 20% Eiweiß mit allen grundlegenden Aminosäuren enthalten.
Das sind in größeren Mengen Glutaminsäure, Glutamin, Asparaginsäure, Phenylanalin, Prolin
und Histidin. Mit der Pollenanalyse kann die Herkunft des Honigs bestimmt werden.
In verschiedenen Ländern ist Pollen seit Jahren in die Reihe gesundheitlich wertvoller
Nahrungsmittel aufgenommen worden.
Weitere Informationen siehe:
Edmund Herold "Heilwerte aus dem Bienenvolk", Ehrenwirth Verlag.
Bienenwachs
ist eine fettartige Ausscheidung der Biene durch die vielen feinen Poren der letzten vier
Bauchschuppenpaare bei den sogenannten Baubienen. Wachs entsteht durch die Umwandlung
zuckerhaltiger Nahrung im Körper der Biene.
Mit dem Wachs bauen die Bienen das kunstvolle Gebilde, das man Wabe nennt und auf dem
die Bienen ihr Leben verbringen. Die Bienenwaben dienen zur Aufzucht der Bienenbrut und
zur Speicherung von Honig und Pollen.
Wachs schmilzt bei 64-65 Grad Celsius. Es wird in Salben, Pomaden und kosmetischen
Erzeugnissen verarbeitet. Kerzen, Figuren und Reliefs aus Bienenwachs sind beliebte
Handelsartikel.
Propolis (Kittharz)
auch Kittwachs, Stopfwachs oder Vorwachs genannt, wird von den Bienen vor allem im Herbst
dazu verwendet, alle Fugen und Ritzen der Beute zu verkleben, um Zugluft abzuhalten.
Je nach dem Fundort ist es eine gelbe bis dunkelrotbraune zähe, klebrige und harzige Masse,
die sich im Laufe der Zeit verhärtet. Die wesentlichsten Bestandteile sind Baumharze, die von
den Bienen eingetragen werden. Propolis schmilzt bei 83 Grad Celsius. Kittharz kann in Alkohol gelöst werden. Durch seine vielen Inhaltsstoffe birgt es vielseitige therapeutische und technische
Anwendungsmöglichkeiten.
Gelee royale (Weiselfuttersaft)
ist der Futtersaft, mit dem die jungen Larven gefüttert werden, aus denen Königinnen werden
sollen. Er ist eine weißliche, teigige Substanz mit Perlmutteffekt und saurem Geschmack.
Gelee royale wurde im Ausland in den 50er Jahren durch eine sich überschlagende Propaganda
als wahres Wundermittel dargestellt. G.r. findet als heilsame Ergänzung der Nahrung Verwendung.
Nach kritischer Überprüfung von Gelee royale ist die eindeutige Heilwirkung für den Menschen
strittig.